05.06.2016 Wanderausfahrt Naturschutzgebiet „Wernauer Baggerseen“

Im Rahmen eines Kooperationsangebots der OG Dotternhausen fanden sich 25 Albvereinsmitglieder aus dem Oberen Schlichemtal am Bahnhof Balingen ein und fuhren – trotz einsetzendem Regen – gut gelaunt nach Wendlingen. Der Wettergott hatte recht schnell ein Einsehen mit den Wanderern und so konnte Wanderführer Franz Rebstock die Gruppe überwiegend trockenen Fußes am Neckar und an den Baggerseen entlang führen. Franz berichtete Interessantes zur Entstehung dieses herrlichen Naturschutzgebietes. Das Flussbett des Neckars wurde jahrzehntelang ausgebaggert, das abgelagerte Kiesvorkommen, in der Bauindustrie verarbeitet und die entstandenen Seen sollten eigentlich wieder zugeschüttet werden. Dies wurde von Naturschützern erfolgreich verhindert und vor allem in den letzten 20 Jahren siedelten sich ca. 200 Vogelarten, allein 26 Libellenarten und Weiteres aus Flora und Fauna in diesem Naturparadies an.

Viele Infotafeln informieren ausführlich und sehr anschaulich über das Geschehen in diesem besonderen Landstrich. Auf dem sogenannten „Schäfer-See“ landete just im Moment unseres Eintreffens eine große Entenfamilie auf der Wasseroberfläche und paddelte in aller Gemütsruhe über den See. Ein schneeweißer Enten-Einzelgänger hatte wohl die Hoffnung, bei uns etwas Essbares zu ergattern und watschelte völlig zahm zwischen den vielen Wanderstiefeln umher.

Das Naturschutzgebiet soll zukünftig noch vergrößert werden und wird dann ca. 60 Hektar umfassen. Im Sportheim Wernau, bei Luigi Elia, ließ man sich mittags köstlich italienisch verwöhnen und machte sich nachmittags auf den Rückweg nach Wendlingen. Leider setzten die Regenfälle wieder ein, aber als richtige Albvereinler ließ man sich weder Stimmung noch Lauflaune verderben, sondern genoss den Rest des gemütlichen, erholsamen und ganz naturverbundenen Tages im sogenannten „Plochinger Dreieck“. Der Zug brachte die Gruppe wieder wohlbehalten nach Balingen zurück und bei Aperol Sprizz, Rotwein, Kaffee und Kuchen ließen noch einige Wanderer in herrlicher Abendsonne den Tag im neuen Bahnhofscafé ausklingen. Der Dank für die Organisation der Wanderung ging an Wanderführer Franz Rebstock.

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