06.08.2017 Busausfahrt Bad Wildbad – Sommerberg – Baumwipfelpfad

Im Rahmen der Kooperationsveranstaltungen der Albvereinsortsgruppen aus dem Oberen Schlichemtal hatte die Ortsgruppe Dotternhausen zu dieser Busausfahrt eingeladen.
Einige morgendlichen Regentropfen ließen die Ausflügler kurzerhand hinter sich und bei idealem Wanderwetter kamen die 46 Teilnehmer im bequemen modernen Bus gegen 10 Uhr im Kurstädtchen Bad Wildbad an. Am Bahnhof empfing der frühere Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Bad Wildbad, Thomas Zepezauer, die Wandergruppe. Von ihm erhielten die Teilnehmer vorab Informationen zur Geschichte des Städtchens, zum Baumwipfelpfad und zum Sommerberg mit seinen properen Wanderwegen.

Mit der Sommerbergbahn, Baden-Württembergs höchster Standseilbahn, ging’s dann zunächst hinauf auf Bad Wildbads Sonnenterrasse, den Sommerberg. Auf einem der Rundwanderwege genoss man die herrlich klare Schwarzwaldluft, erfuhr auf toll gestalteten Informationstafeln Interessantes zur Flößerei im Schwarzwald und „begriff“ u.a., was eine echte „Holländertanne“ ist. Baumstämme dieses gigantischen Ausmaßes – sie mussten mindestens 17 Meter lang sein und einen Mindestdurchmesser von 45 cm haben, wurden im Mittelalter auf den Flüssen des Schwarzwaldes bis nach Amsterdam transportiert. Der Weg erzählt und vermittelt dem Besucher viel Spannendes über den Schwarzwald und seine Menschen.

Die „Ski-Hütte“ und deren Umgebung hatte man sich zur Mittagsrast ausgesucht und dort konnte nebenbei über die Benutzung eines Ski-Liftes im Sommer gestaunt werden: die wilden Downhiller hängen sich mit ihren Mountainbikes in den Bügeln des Liftes ein und lassen sich vom Tal auf den Berg ziehen – und ab geht’s wieder in atemberaubendem Tempo auf extra präparierten Downhill-Trails.

Danach ging’s dann zum eigentlichen Höhepunkt dieses Ausflugs, dem Baumwipfelpfad. Mit einer Gesamtlänge von 1.250 Metern incl. Rampe im Turm führt der komplett barrierefreie Pfad durch die Baumkronen der Buchen, Tannen und Fichten des Waldes am Sommerberg. Nach Erlebnisstationen mit Wissenswertem zur heimischen Natur- und Tierwelt sowie Geschicklichkeitsübungen erreichte man den 40 Meter hohen Aussichtsturm am Ende des Baumwipfelpfades. Der Anblick, die Architektur, die Höhe erinnert an den Bundestag – nur ohne Glaskuppel. Beim Aufstieg über die ebenfalls barrierefreie Rampe hebt sich der Blick immer weiter über den Wald und bietet ganz oben einen herrlichen Rundumblick über die Wälder des Nordschwarzwaldes. Ein interessanter Hinweis auf unsere Heimat konnte hierbei entdeckt werden: Ein Metallschild weist auf den Plettenberg hin – Entfernung 63 km, 1002 Meter hoch – und tatsächlich: man sieht ihn samt seiner markanten „Nadel“, dem Plettenbergturm. Abwärts ging’s dann entweder wieder zu Fuß oder für die Mutigen in einer Metallrutsche, in der man in 15 Sekunden wieder am Fuß des Baumwipfelpfades ankommt!

Wieder unten im Kurstädtchen angekommen genoss man noch einen kleinen Spaziergang, eine feine Schwarzwälder Kirschtorte oder ein leckeres Eis. Unser Busfahrer samt Serviceassistentin brachten die Ausflügler gegen 19 Uhr wieder wohlbehalten nach Dotternhausen zurück.
Den Abschluss dieses gelungenen Ausflugstages verbrachte spontan noch eine große Gruppe bei einem zünftigen Vesper in der Plettenberghütte. Der Dank der Teilnehmer ging an Ilse und Siegbert Ringwald von der OG Dotternhausen, die diesen Ausflugstag organisiert hatten.

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