08.10.2016 Dritte Naturschutzaktion Biotop Kirschenwinkel

Früh um 8 Uhr hieß es: „An die Sägen… fertig … los!“
Und wirklich – mit 20 Helferinnen und Helfern ging’s an’s Werk: Sägen, Auslichten, Schneiden, Freilegen, Zerkleinern … jede Hand wurde gebraucht und alle waren mit Feuereifer dabei. Die Geschichte des Biotops ist hinlänglich bekannt; es befindet sich im Eigentum des Schwäbischen Heimatbundes, welcher diese Art von Flächen schon vor langer Zeit aufgekauft hat. Es handelt sich um Naturdenkmale, aber es braucht durchaus fachgerechte Pflege und – wie erwähnt – Hand- und Maschinenarbeit, um sie offen zu halten und zu einem wirklichen Kleinod werden zu lassen. Robert Eppler, Naturschutzwart in der OG Dotternhausen, hat sich dieser Aufgabe seit 2014 angenommen und mit jedem Pflegejahr wird deutlicher, dass hier tatsächlich einmal eine offene Wasserfläche bestanden hatte. Einzelne Mitglieder erinnern sich durchaus noch daran, dass man hier früher allerlei Wassergetier gesichtet hat. Zwischenzeitlich hat sich sogenanntes „Seggenried“, eine Art Schilf oder Röhrich derart ausgebreitet, dass die Pflanze mit ihren „Bulten“ (den Wurzeln) für ein Dickicht sorgt, das nur mit viel Geduld und ständigem Pflegeeinsatz einigermaßen zurückgedrängt werden kann.
Umschlossen wird das Biotop von großen Weiden und allerlei Gebüsch, das ebenfalls Licht und Luft nimmt – auch hier wurde dem Wildwuchs wieder mit Motorsäge, Axt und Beil zu Leibe gerückt.
Über allem steht natürlich bei einem solchen Einsatz die Sicherheit der Helfer und erfordert nicht nur die „Arbeit mit der Hand am Arm“, ganz wichtig sind Transportfahrzeuge, Radlader und ein sehr praktisches kleines Raupenfahrzeug – alles Fahrzeuge, die von der Firma Holcim alljährlich zur Verfügung gestellt werden.
Das fast haushoch aufgetürmte Strauchwerk lagert im Moment noch auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei. Es wird von einem entsprechenden Unternehmen abgeholt, kleingehäckselt und als Brennmaterial verwendet – letztes Jahr z.B. im Großklinikum Villingen-Schwennigen.
Natürlich gehört ein zünftiges, gemeinsames Vesper zwischendurch und ein Abschlussessen unbedingt dazu – auch dafür hatte Naturschutzwart Robert Eppler zusammen mit seiner Frau Christine gesorgt. Gemeinsam genoss man dieses – und das gute Gefühl, etwas für die Natur und die Gemeinschaft geleistet zu haben und philosophierte noch darüber, was hier im Biotop „Kirschenwinkel“ wohl später mal Schönes zu beobachten sein wird.
Das Fazit lautet:
Wir bleiben dran, bis man vom Bänkle aus die Libellen beobachten kann!

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