10.04.2011 Gauversammlung in Festhalle Dotternhausen

  • Albvereinler boten abwechslungsreiches kurzweiliges Programm in der vollbesetzten Halle
  • Premieren- und Soloauftritte
  • Sparkasse Zollernalb spendete steirische Handharmonika

Die OG Dotternhausen war nach 15 Jahren wieder einmal Ausrichter der traditionell jährlich stattfindenden Gauversammlung des Zollerngaus. Viele Ortsgruppen nutzten das perfekte Wanderwetter, um außerhalb die Autos abzustellen und einige Kilometer zur Festhalle zu wandern. Bei der Begrüßung durch Gauobmann Josef Ungar blickte er in die vollbesetzte Halle – mit der Feststellung „der Albverein lebt“!
Der Musikverein Dotternhausen unterhielt die Besucher mit schwungvollen Weisen; die Dotternhausener Ortsgruppe sorgte für die Bewirtung und weitere Unterhaltung der Gäste.
Neben den Grußworten und den geschichtlichen Begebenheiten über den Ort lobte Bürgermeisterin Monique Adrian den Verein ob seiner rührigen Art und dessen zahlreichen Aktivitäten. Vor allem freue sie sich sehr, dass die OG Dotternhausen 297 Mitglieder zähle, davon allein 83 Kinder und Jugendliche. Ebenfalls begrüßte Vertrauensmann Günter Schäfer die beiden Ehrenmitglieder Gebhard Wochner und Rolf Uttenweiler.
Durch eine großzügige Spende der Sparkasse Zollernalb anlässlich deren 175jährigem Jubiläum konnte eine steirische Harmonika angeschafft werden, die Günter Schäfer sogleich erklingen ließ. Wie es zu der Spende kam, erläuterte Sparkassen-Bezirksleiter Stahl, begleitet von Mitarbeiterinnen Frau Strehler und Frau Zundel. Mit dieser Spende wolle man die vielfältigen Aktivitäten der Ortsgruppe Dotternhausen hervorheben und zum Ausdruck bringen, wie wichtig die Pflege von Tradition und Brauchtum für unsere Region sei. Sogleich spielte Günter Schäfer, begleitet von Gerhard Mendler an der Gitarre, ein weiteres Stück auf dem neuen Instrument, was das Publikum mit großem Applaus honorierte.
Das extra für die Gauversammlung zusammengestellte Dotternhausener „Albvereins-Chörle“ sang gekonnt Lieder wie „Kameraden lasst uns wandern“, “Wir wandern heut ins Schwabenland“, “Lasset uns das Leben genießen“ und – da alle guten Dinge laut Schäfer vier sind -, folgte noch das Lied “Endlos sind jene Straßen, die wir gezogen sind“. Die Gäste sangen mit und ein großer Applaus wurde dem Dotternhausener „Albvereins-Chörle“ zuteil.
Deutliche Worte sprach der Gauobmann, wie händeringend schon seit längerer Zeit versucht werde, das Amt des Gauwegewartes zu besetzen und dies nun auf dem Weg über eine Anzeige passieren soll. Die Neubesetzungen im Gauausschuss mit Helga Reinauer (2. stellvertretende Gauvorsitzende) und Beatrix Müller (Schriftführerin und Pressewart) wurden von Ungar vorgestellt. Seinen Appell richtete er auch an den Gesamtverein, sich im Naturschutz mehr zu positionieren, denn dies sei ein überregionales Anliegen. Und bevor Ortsgruppen vor der Auflösung stünden, sollten diese lieber kooperieren und sich vernetzen. Leider sei das Spendenaufkommen an den Albverein im Vergleich zu anderen Vereinen relativ gering. Den ältesten Mitgliedern schenkte er sein besonderes Augenmerk, denn alle über 80 Jahre bekamen ein Geschenk überreicht; dies waren Leonie Uttenweiler, Julie Schäfer, Gisela Eckstein und Norbert Schairer.
Danach folgte die Premiere der „wiederbelebten“ Volkstanzgruppe der OG Dotternhausen, was großes Erstaunen und Anklang beim Publikum fand.
Es folgte der Sketch „Der Wanderparkplatz“, bei welchem ein frisch verlobtes Paar zum Wanderparkplatz fährt und dann überlegt, ob es nun wandern solle oder lieber nicht – köstlich gereimt von Heimatdichter Hans Jetter aus Ostdorf. Schlussendlich schleppte der Verlobte seine Angebetete – nach 5 Stunden Wanderung! – auf dem Rücken daher, völlig aufgelöst und fix und fertig. Sie war für eine solche Unternehmung völlig falsch angezogen. Es stellten sich dann so unüberbrückbare Unterschiede heraus, dass die Verlobte die Beziehung kurz entschlossen beendete, obwohl er ihr noch versprach, dass er ihr nach der Heirat sofort eine Wanderausrüstung kaufen werde. Herzlicher Applaus war den beiden Akteuren Ilse Ringwald und Günter Schäfer sicher, die selbst sichtlich ihren Spaß an dieser Aufführung hatten.
Ungar richtete in seinen Schlussworten seine große Anerkennung an die OG Dotternhausen und an alle Helfer, die dazu beigetragen haben, so einen geselligen, kurzweiligen Mittag auf die Beine zu stellen. Vertrauensmann Schäfer bedankte sich beim Musikverein Dotternhausen, den Ausschussmitgliedern, allen Helferinnen und Helfern, Akteuren, Kuchenspenderinnen und beim Bewirtungspersonal – einfach bei allen, die in irgendwelcher Weise dazu beigetragen haben, diese Veranstaltung zu einem solchen Erfolg werden zu lassen.

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