10.09.2016 Obstbaumpflege – Warum Sommerschnitt?

Obstbäume im belaubten Zustand auf Vordermann gebracht

Zu dieser fundierten Einweisung des Obstbaumschnittes hatten sich leider nur wenig Interessierte eingefunden. Doch diese waren mit Eifer bei der Sache und griffen auch selbst zur Schere.
Hierzu hatten die beiden Obstbaumfachwarte Petra Stetza aus Erzingen und Rolf Schatz von der Ortsgruppe Dotternhausen eingeladen, wobei sich die Einweisung schwerpunktmäßig dem Sommerschnitt widmete. Hierbei lernten die Teilnehmer die Vorteile und die Technik sowie die Anwendung kennen. Aber auch der Schnittzeitpunkt im Sommer – nach der Bildung der Endknospe eines Triebes – spiele eine wichtige Rolle, so die beiden Referenten.
Jeder Jungbaum unterliege mindestens zehn Jahre lang einem Erziehungsschnitt, um ein stabiles und besonntes Kronengerüst aufzubauen. Ein Obstbaum soll nach den Worten der Fachwarte nicht nur pyramidenförmig, sondern auch fruchttragend zugeschnitten werden. Ansonsten habe man viel Holz, aber keine Früchte. Wichtig sei, dass viel Licht an die Frucht kommen könne. Wachstum und Pflege von Obstbäumen seien unabdingbare Voraussetzung für gute Erträge und Qualitäten, betonten die Referenten und vermittelten den Teilnehmern anschaulich das hierzu notwendige Wissen. Ohne Pflanz- und Erziehungsschnitte sowie Verjüngungsschnitte seien die Erträge geringer, die Lebensdauer der Bäume verkürze sich erheblich.
Mit dem Schnitt der Bäume will man erreichen, dass das Gleichgewicht zur Frucht und Triebbildung hergestellt wird. Wie das geht und welche Äste man wegschneiden sollte oder besser stehen lässt, wurde im Kurs praktisch erklärt. Dass Besitzer von Obstbäumen im eigenen Garten oder auf Streuobstwiesen immer mehr Aufmerksamkeit der Pflege und Erhaltung schenken, war deutlich zu hören, jedoch sollte grundlegend an solchen Aktionen und Veranstaltungen teilgenommen werden. Angebote finde man bei Obst- und Gartenbauvereinen, bei Baumfachwarten sowie bei Lehrgängen des Kreisfachberaters für Obst- und Gartenbau, Markus Zehnder.
Nach getaner Arbeit stärkten sich alle Teilnehmer mit einem passendem Gebäck sowie einem Most aus heimischer Streuobstwiese.

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