11.10.2014 Naturschutzaktion Biotop Kirschenwinkel

Zahlreiche freiwillige Helfer der Ortsgruppe Dotternhausen waren im sogenannten „Kirschenwinkel“ am Fuße des Plettenbergs tätig, um den ehemaligen Cotta’schen Fischweiher wieder zu säubern. Der Schwäbische Heimatbund erwarb das Biotop vor vielen Jahren, das damals zum Naturdenkmal erklärt wurde. Der letzte Arbeitseinsatz fand im November 2002 unter Leitung des damaligen Naturschutzwartes Rolf Uttenweiler statt. Seither überließ man das Gelände der Natur, wobei das Biotop zu versanden begann und das wildernde Buschwerk immer mehr vordrang. Um das Gelände vor dem kompletten Verwildern zu bewahren, ist immer wieder ein Eingreifen notwendig, um auch die Lebensräume vieler Tiere zu schützen. Dies ist auch das Ziel der Naturschutzvereine, zu denen auch der Schwäbische Heimatbund zählt. Würde man hier die Natur sich selbst überlassen, so wäre in einigen Jahren nur noch ein Wald von Hecken und Gestrüpp vorzufinden. So war es an der Zeit, wieder Hand anzulegen und Bäume, Büsche und Hecken zu schneiden und das Schnittgut zu beseitigen.
Dieser Aufgabe hatte sich nun Naturschutzwart Robert Eppler angenommen, der den Einsatz organisierte und vorab das Arbeitspensum mit Landratsamt (Umweltamt) sowie mit Fachpersonal des Schwäbischen Heimatbundes besichtigte und abstimmte. Man müsse sich immer vor Augen halten, dass der Erwerb eines solchen Grundstückes nicht alles sei, sondern sich auch darum kümmern müsse, so Eppler.
Aus diesem Grund trafen sich 16 arbeitswillige Helfer. Der Wettergott hatte an diesem Tag kein allzu großes Einsehen, doch trotz Nieselregen war es für die freiwilligen Helfer keine große Last, sondern eher eine Freude, etwas zum Wohle dieses Biotops zu tun. Erfreulich ist gewesen, dass mehrere Jugendliche mit anpackten, die von Eppler ein großes Lob erhielten. Mit Motorsägen ging es dem Wildwuchs an den Kragen und die Helfer trugen das Gehölz aus dem Biotop. Für den Abtransport standen Schaufellader und Lastwagen von der Firma Holcim zur Verfügung, ebenso ein kleineres Raupenfahrzeug für den Transport dickerer Stämme und Äste. Auch zwei Freischneider kamen zum Einsatz für das Entfernen des meterhohen Schilfes und Gestrüpps. Dieses wurde dann mühsam mit Gabeln zusammengetragen und mit Schubkarren aus dem Biotop hinaus transportiert. Dies war erst der Beginn der Pflegeaktion, die im kommenden Jahr wiederum fortgesetzt wird, so Naturschutzwart Eppler.
Die Helfer hatten sich ein Vesper zwischendurch und zum Abschluss der Aktion redlich verdient.

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