20.06.2015 Sonnwendfeier auf dem Plettenberg

Laut Wettervorhersage sollte es eigentlich ab dem Spätnachmittag nicht mehr regnen – doch pünktlich als sich die Wanderer auf den Weg machten oder schon auf dem Berg eingetroffen waren, regnete es halt doch wieder. Trotzdem fanden sich erfreulich viele Gäste auf dem Plettenberg ein und wärmten und erfreuten sich am diesjährigen Feuer zur Sonnenwende. Wir begrüßen damit den Sommer mit seinen langen Tagen und kurzen Nächten. Die OG Dotternhausen pflegt diesen Brauch seit Jahrzehnten und freut sich immer wieder über die Resonanz, die diese Veranstaltung auslöst. Neben Getränken wurden die Besucher mit heißen Roten und Bauernbratwürsten verköstigt. Weder klamme Finger noch nasse Anoraks konnten die Besucher davon abhalten, auch eine Wurst am separat eingerichteten kleinen Feuerle selbst zu grillen oder eine Scheibe Brot zu rösten, sozusagen mit Schirm und Grillstock!
OG-Vorsitzende Ilse Ringwald begrüßte die Gäste und hatte ein passendes Gedicht von Ingrid Herta Drewing zur Sommersonnenwende parat:

Mittsommernacht, nun schwindet langsam wieder
das Licht bis hin zu Wintersonnenwende.
Doch jetzt erklingen Sommer’s heit’re Lieder,
der uns beglückt mit seinen Sonnenhänden. 

Es grünt in Wald und Flur, die Früchte reifen:
Erdbeeren, Kirschen schenkt uns die Natur.
Wohin im Garten unsre Blicke schweifen,
erschauen wir des Sommers schöne Spur. 

Zwar stehen vor Gewittern schwüle Hitzetage,
bestürmen uns mit Hagel, Regenmacht,
doch bald verstummen diese bösen Plagen
in eines Regenbogens Farbenpracht.
Und wir genießen frische, klare Luft,
Reseden-Rosen und Lavendelduft.

Die Wanderer, die da waren, blieben und – siehe da – das Wetter besserte sich, es hörte auf zu regnen und man rückte am Feuer nah zusammen; es ergaben sich viele interessante Gespräche oder stumme Augenblicke, in denen man einfach den Blick schweifen ließ und die schöne Stimmung genoss.
Ein herzliches Dankeschön ging an die verschiedenen Teams, die mithalfen, das Holz zu schlagen oder zu transportieren, den Holzstoß zu errichten – ob mit Werkzeug, Gerät oder mit den bloßen Händen -; auch die fleißigen Helfer des Bewirtungsteams bekamen ein Dankeschön wie das Team, das am Sonntagmorgen wieder dafür sorgte, dass der Platz sauber und geräumt wieder verlassen wurde.

Hier die Bilder